Willkommen beim NABU - Regionalverband Schwedt

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.


Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.


Erfahren Sie mehr über uns!

Charaktervogel bunter Landschaften

 

Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016

 

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Es wird enger für den farbenfrohen Distelfinken. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.

Der Stieglitz- Vogel des Jahres 2016 Foto: NABU/Frank Derer
Der Stieglitz- Vogel des Jahres 2016 Foto: NABU/Frank Derer

Winterzeit- - Zeit zur Pflege unserer Trockenrasen

Alljährlich ab November pflegen wir die Trockenrasen im Nationalpark Unteres Odertal. Dabei wird der Strauchaufwuchs mit Astscheren und Motorsensen entfernt und die Fläche anschließend abgeräumt. Manchmal sind sogar Bäume zu fällen. Lange Tradition ist auch, dass unsere NABU- Gruppe dies gemeinsam mit der NAJU Brandenburg macht.

Schneiden, mähen und abräumen
Schneiden, mähen und abräumen

Die Stadt Schwedt ist Mitglied im Bündnis

"Kommunen für biologische Vielfalt"

Die Stadt Schwedt ist seit Juni 2015 Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, damit auch die erste Stadt im Land Brandenburg. Träger dieses Bündnisses ist die Deutsche Umwelthilfe.

Der NABU-Regionalverband Schwedt hatte bereits im Jahr 2014 die Initiative ergriffen und die Stadt Schwedt den Beitritt zu dem Bündnis angeregt. Zugleich verpflichteten wir uns, die Stadt bei der Auswahl und Durchführung von Projekten zu unterstützen.

Was verbirgt sich hinter Kommunen für biologische Vielfalt?

Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt und damit ein umfassendes Konzept zum Schutz von Arten und Lebensräumen beschlossen. Den Kommunen kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu. Sie sind die politische Ebene, welche den Bürgerinnen und Bürgern am nächsten steht und dadurch das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt am besten stärken kann.

Mit der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ haben die Kommunen im Jahr 2010 den ersten Schritt in Richtung einer gemeinsamen Initiative zum Erhalt und Förderung der biologischen Vielfalt getan. Inzwischen haben mehr als 230 Kommunen diese Deklaration unterzeichnet und sich verpflichtet, den Erhalt der biologischen Vielfalt als Grundlage einer nachhaltigen Stadt- und Gemeindeentwicklung zukünftig verstärkt zu berücksichtigen.

Die beteiligten Landkreise, Städte und Gemeinden hatten außerdem beschlossen, sich zu einem kommunalen Bündnis für biologische Vielfalt zusammen zuschließen. Dies erfolgte im Februar 2012.

Im März 2015 beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Betrillre der Stadt Schwedt zum Bündnis.

Schwerpunkte im Rahmen dieses Bündnisses werden sein:

 

  • Pflege und Gestaltung der Grünflächen der Stadt unter besonderer Berücksichtigung von Wildbienen, Faltern und Vögeln
  • Artenschutz an Gebäuden
  • Öffentlichkeitsarbeit, auch im Sinne der Umweltbildung
  • Baumschutz, z.B. Einbeziehen des NABU bei geplanten Fällungen von alten Bäumen (Höhlen)
  • Laichgewässer renaturieren und schützen.

 

Ein erstes gemeinsames Projekt

 

Wir haben uns für ein Wildbienenprojekt entschieden und dafür 2 große Flächen in der Stadt ausgewählt. Hier sollen Wildbienen vom Frühjahr bis zum Herbst Nahrung  durch einmalige Mahd im Herbst und Nistmöglichkeiten finden.

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Bienenfresser nun auch in der Uckermark

Foto; Jürgen Mundt
Foto; Jürgen Mundt

2014 sind die Bienenfresser auch in der Uckermark angekommen. 2015 sind sie wiedergekommen und haben sich mit 7 Brutpaaren an gleicher Stelle angesiedelt. Dieser exotische Vogel,der hauptsächlich im Mittelmeerraum, Kleinasien bis nach Nordindien beheimatet ist, profitiert offenbar vom aktuellen Klimawandel.

Der Habicht ist "Vogel des Jahres 2015"

 

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.

Foto: Peter Kühn
Foto: Peter Kühn

Winterzeit-

Zeit der Kontrollen der Fledermauswinterquartiere

Alljährlich im Januar zählen wir gemeinsam mit den anderen Fledermaus- Aktiven im Land Brandenburg die Fledermäuse in den uns bekannten Winterquartieren. Daraus lassen sich langfristige Tendenzen der Entwicklung der Populationen gewinnen und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ableiten.

Braunes Langohr im Winterschlaf (Foto: H. Gille)
Braunes Langohr im Winterschlaf (Foto: H. Gille)

Meist finden wir Braune Langohren versteckt in Ritzen und Spalten. 2015 entdeckten wir diesesTier frei hängend an der Decke eines Erdkellers.. Typisch für diese Art ist, wie hier zu sehen, dass sie im Winterschlaf ihre auffallend langen Ohren sowie den Bauch mit den Flughäuten verhüllen. Von den Ohren sieht man jeweils nur den Ohrdeckel, den sogenannten Tragus.

Im Herbst blüht der Efeu

Tagfalter wie hier der Admiral profitieren von dem reichen Nektarangebot der Efeublüten (Foto: H. Gille)
Tagfalter wie hier der Admiral profitieren von dem reichen Nektarangebot der Efeublüten (Foto: H. Gille)

Der Efeu blüht erst, wenn die sommerliche Blütenpracht langsam zu Ende geht. Über mehrere Wochen bis spät in den Oktober bieten seine eher unscheinbaren Blüten ein reichhaltiges Angebot von Nektar und ist damit besonders wertvoll für die Insektenwelt. Tagfalter wie das Tagpfauenauge, der kleine Fuchs und der Admiral können sich vor der Winterruhe noch einmal richtig auftanken. Auch Wildbienen und Honigbienen, viele Schwebfliegen, Hummeln und Wespen sowie diverse kleine Insekten sind Nahrungsgäste.

Die Früchte reifen erst ab Februar zu schwarzen Beeren, die gerne von Amseln, Garten- und Mönchsgrasmücke, Gartenrotschwanz, Star, Kernbeißer, Mistel- und Singdrossel und Rot- kehlchen gefressen werden.

Außerdem ist er ein hervorragendes Bruthabitat für viele Vogelarten wie Sperlinge, Grünfink, Bluthänfling, Mönchsgrasmücke u.a..

Der Efeu leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz.

Eine mit Efeu begrünte Fassade schützt das Mauerwerk vor Witterungseinflüssen und mindert zugleich die Wärmeabstrahlung.

Erste Frühlingsboten an der Oder

Ab Mitte April blühte an nur noch wenigen Standorten die Wiesenkuhschelle, Pulsatilla pratensis subsp. nigricans. Auch bei uns ist sie sehr selten geworden
Ab Mitte April blühte an nur noch wenigen Standorten die Wiesenkuhschelle, Pulsatilla pratensis subsp. nigricans. Auch bei uns ist sie sehr selten geworden

Winterrast im Unteren Odertal

So wie diese Singschwäne rasten in den Wintermonaten riesige Scharen verschiedenster Wasservögel im Gebiet des Nationalparks - mehr Fotos in unserer Bildergalerie

 

 

Ein Lichtblick in Sachen Eulenschutz

Seit dem 07.10.2013 besucht diese Schleiereule manchmal den Nistkasten am Haus eines Mitglieds unseres Regionalverbandes

Hochsommer an den Talhängen der Unteren Oder und ihren Nebenflüssen

Charakteristische Biotope des Unteren Odertal sind die Trockenrasen der Hänge, die jetzt in voller Blüte stehen. Siehe auch Trockenrasen- Pflege

Ein typischer Trockenrasen, hier im NSG "Müllerberge" mit Grasnelken (Armeria maritima subsp. elongata), Kartäusernelken (Dianthus carthusianorum) und Berghaarstrang (Peucedanum oreoselinum)
Ein typischer Trockenrasen, hier im NSG "Müllerberge" mit Grasnelken (Armeria maritima subsp. elongata), Kartäusernelken (Dianthus carthusianorum) und Berghaarstrang (Peucedanum oreoselinum)
Charaktristisch sind auch die reichen Bestände an Ästiger Graslilie ( Anthericum ramosum), hier mit Ährigem Blauweiderich (Pseudolysimachium spicatum) und Kartäusernelke
Charaktristisch sind auch die reichen Bestände an Ästiger Graslilie ( Anthericum ramosum), hier mit Ährigem Blauweiderich (Pseudolysimachium spicatum) und Kartäusernelke

Frühling im Unteren Odertal

Weithin leuchten die gelben Blütenstände der Sumpfwolfsmilch (Euphorbia palustris). Diese attraktive bis zu 1,5 m hohe Pflanze ist Begleiter der großen Flüsse Europas und Asiens. In Westeuropa ist sie aber kaum noch zu finden, im Unteren Odertal jedoch noch häufig zu sehen. Auf dem Bild erkennt man noch die verholzten Stängel des Vorjahres. (Foto: H. Gille)

 

 

 

 

 

 

Die Orchidee des Jahres 2013, das Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) hat ihren einzigen Standort in Brandenburg im Unteren Odertal. Er ist aber auch hier durch übermäßige Verschattung stark gefährdet. Derzeitig sieht man nur noch sehr selten blühende Exemplare,

Foto: H. Gille

Singschwäne im Unteren Odertal

Zu den Attraktionen des winterlichen Unteren Odertals gehören neben den vielen nordischen Gänsen, Enten sowie Zwerg- und Gänsesägern die Singschwäne. Vom November bis März kann man hier manchmal mehrere Tausend dieser im Nordosten Europas beheimateten imposanten und ruffreudigen Tiere beobachten.

Alljährlich Mitte Februar veranstaltet der Nationalpark „Unteres Odertal“ die „Singschwan- tage“, bei denen Besuchern Vorträge und Exkursionen zu den Äsungs- und Übernach- tungsplätzen angeboten werden. 2013 wurden zu diesem Ereignis ca. 1700 Gäste registriert.

 

Die Nächte verbringen die Singschäne auf den offenen Wasserflächen der Polder. Ihre Rufe sind bis spät in die Nacht weithin hörbar.
Die Nächte verbringen die Singschäne auf den offenen Wasserflächen der Polder. Ihre Rufe sind bis spät in die Nacht weithin hörbar.
Auf den Äsungsflächen wie hier einem abgeernteten Maisacker kann man mitunter schon die Balz der Tiere beobachten. (Fotos: O. Rochlitz)
Auf den Äsungsflächen wie hier einem abgeernteten Maisacker kann man mitunter schon die Balz der Tiere beobachten. (Fotos: O. Rochlitz)